Aktuelle Informationen

22 Nov 2016

Amtstierärztin informiert über Biosicherheitsmaßnahmen und richtiges Verhalten - Erreger in TF bisher nicht nachgewiesen

Deutschland- und europaweit wurde in den letzten Tagen bei zahlreichen toten Wildvögeln das Geflügelpestvirus des Subtyps H5N8 festgestellt.

Der Erreger stellt eine erhebliche Bedrohung der Hausgeflügelbestände dar. Bis jetzt wurde das Virus HPAI H5N8 als nicht sehr gefährlich für den Menschen eingeschätzt. Personen, die beim Tierseuchenfall mit den sehr vielen toten Vögeln umgehen müssen, sind mit entsprechender Bekleidung zu schützen – diese Situation haben wir momentan nicht. Eine Grippeschutzimpfung wird jedoch generell empfohlen.

Eilverordnung für kleine Geflügelhaltungen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat am 22.11.2016 im Bundesanzeiger eine Eilverordnung mit besonderen Biosicherheitsmaßnahmen für kleine Geflügelhaltungen verkündet, die für das gesamte Bundesgebiet gilt.

Die Maßnahmen betreffen zum einen die Führung eines Registers:

  • mit der täglichen Aufzeichnung von Verlusten in Geflügelbeständen und
  • die tägliche Aufzeichnung der Gesamtzahl der gelegten Eier (für Bestände mit zehn und mehr gehaltenen Legetieren)

Hinzu kommen für Kleinstbestände und Hobbyhaltungen:

  • die Sicherung der Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren,
  • das Betreten der Ställe oder sonstigen Standorte des Geflügels nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung,
  • die unverzügliche Reinigung und Desinfektion der Schutzkleidung nach Gebrauch bzw. die unverzügliche Beseitigung benutzter Einwegkleidung,
  • das Bereitstellen von Einrichtungen zum Waschen und Desinfizieren von Händen und Schuhwerk.

Vorsorge für Hausgeflügel treffen
Bestände vor Erregern schützen

Derzeit ist es besonders wichtig, Vorsorge für das Hausgeflügel zu treffen. Es gilt, die Hausgeflügelbestände vor dem Erregereintrag zu schützen. Dazu gehört, dass Geflügelhalter besonders auf die angeordneten Biosicherheitsmaßnahmen achten und unklare Krankheits- oder Todesfälle schnellstmöglich durch einen Tierarzt abklären lassen.

Verdacht melden

Ein Verdacht auf Vogelgrippe ist beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Teltow-Fläming zu melden. Auch das vermehrte Vorkommen toter Wildvögel, insbesondere Wassergeflügel, sollte dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Ziervögel und andere Arten schützen

Für den möglichen Fall einer bundesweiten Anordnung der Stallpflicht sollten sich auch Halter von bisher nicht betroffenen Vogelarten (z. B. Ziervögel, Tauben, Greifvögel) Gedanken machen, wie sie ihr Geflügel vor dem Eintrag des Geflügelpestvirus schützen können. Informationen zu Biosicherheitsmaßnahmen für kleine Geflügelbestände der Schweizer Veterinärkollegen finden Sie als Beispiel und Anregung zur eigenen Umsetzung im unten genannten Link.

  • Informationen zum Aufstallungsgebot wegen der Vogelgrippe bei Geflügel - Hygieneschleusen für Hausgeflügel-Kleinhaltungen: http://bit.ly/2f227Uf

Wie mit toten Vögeln verfahren?

Auch wenn es sich wiederholt, möchten wir nochmals auf dem Umgang mit tot aufgefundenen Vögeln und Schutzmaßnahmen für die mit dem Bergen dieser Vögel beschäftigten Personen geben:

Wir haben weder im Landkreis Teltow-Fläming noch im Land Brandenburg bisher einen aktuellen Fall von Geflügelpest. Solange gilt für alle, also auch für die Mitarbeiter der Ordnungsämter, der Freiwilligen Feuerwehren oder andere Personen:

  • Beim Auffinden und Bergen toter Vögel  einzelne tote Wildvögel mit Handschuhen oder in Verpackung aufnehmen; wenn vorhanden, einfachen Mundschutz tragen.
  • Bei Auffinden großer Zahlen toter Wildvögel bitte die Tierärzte des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes hinzuziehen. Der Tierarzt legt dann fest, welche Schutzmaßnahmen beim Bergen dieser toten Vögel erforderlich sind.
  • Danach normale Hygienemaßnahmen: Händewaschen, ggf. Händedesinfektion, dann auch auf Hautschutz achten. Wichtig: Schuhwerk reinigen und desinfizieren. Vor Betreten eines Hausgeflügelbestandes ist zwingend das Schuhwerk zu wechseln.
  • Bei vermehrten Verlusten und toten Vögeln in Hausgeflügelbeständen sind grundsätzlich die Tierärzte des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes zu informieren.

Veterinäramt informiert

Sollte die Geflügelpest im Landkreis auftreten, informiert das Amt sofort.

Sie erreichen das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wie gewohnt telefonisch unter 03371 608 2201 oder 2210, per Fax unter 03371 608 9040 oder per E-Mail unter veterinaeramt@teltow-flaeming.de.

Pressestelle Landkreis TF

 

 

geändert: 02.05.2017

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