Um auf der lokalen Ebene, also vor Ort in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und in der Region, die nachhaltige Entwicklung umzusetzen, wurde am 23.03.2021 durch die Gemeindevertretung die Unterzeichnung der Musterresolution zur Agenda 2030 beschlossen. Damit ist Nuthe-Urstromtal eine von 140 Kommunen in Deutschland, die sich auf diese Weise öffentlich zu einer globalen Nachhaltigkeitspolitik bekennen.
Als Global nachhaltige Kommune begrüßt Nuthe-Urstromtal die Anerkennung von Kommunen als zentrale Akteure der nachhaltigen Entwicklung, unterstützt die gemeinsame Verantwortung des Nordens und Südens für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt und fordert Bund und Länder auf, Kommunen zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele auf Augenhöhe einzubinden und kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen auszugleichen.

Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitsziele


Das Wertegerüst für „Die Transformation unserer Welt“ umfasst 17 globale Ziele für die nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs) mit insgesamt 169 Unterzielen.

Anfang 2017 hat die Bundesregierung die Neuauflage der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2018 beschlossen und sich damit zur ambitionierten Umsetzung der Agenda 2030 bekannt. Die Umsetzung der Strategie wird die Herausforderung, da sie auf allen Ebenen – international, europäisch und national – mitgedacht und umgesetzt werden soll. Die Richtschnur für die Umsetzung durch Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stellt der Katalog der 17 Hauptziele dar, die universell gültig und vor allem in ihrer Gesamtheit eng miteinander verbunden sind. Wie schaut das dann in der Praxis aus?

Ziele und Indikatoren sind ein Werkzeug – den 17 Zielen werden Nachhaltigkeitsindikatoren zugeordnet. Das Ziel- und Indikatorensystem ermöglicht es, auch situations- und ortsbezogen den Prozess der nachhaltigen Entwicklung zu managen und zu steuern. So kann beispielsweise eine Kommune anhand der Indikatoren und Ziele eine Bestandsaufnahme zur Nachhaltigkeit machen, um sich anschließend Ziele zu setzen, die dann in regelmäßigen Nachhaltigkeitsberichten in der Umsetzung dargestellt werden können.

Alle zwei Jahre erstellt das Statistische Bundesamt einen Indikatorenbericht. Aus diesem wird ersichtlich, wie weit die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie bereits umgesetzt wurde und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Der Erfolg der Agenda 2030 hängt davon ab, dass alle mitmachen – nicht nur Staaten und Organisationen, sondern jede und jeder Einzelne. Alle können einen Beitrag leisten. Je mehr Menschen mitmachen, desto eher gelingt es, eine internationale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung aufzubauen. Denn nur gemeinsam werden wir eine bessere, gerechtere und nachhaltigere Welt gestalten.


 


 

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